Rezension: Alice Hive – Spurlos (Album)
Alice Hive, eine junge Künstlerin aus Bamberg, hat ihr erstes Album veröffentlicht. Wayne hat sich das Album mal angehört. (Springe zu: Kurzinfos / Das Album / Die Künstlerin / Der Preis / Fazit)
Kurzinfos:
Titel: Spurlos
Interpret/in: Alice Hive
Genre: Deutsch/Elektro/Rock/Pop
Label: Keines
Veröffentlichung: 11. August 2009
Preis: “Name Your Own Price“, siehe unten
Website: www.alicehive.de
Das Album
Alle Songs sind überwiegend mit Elektroklängen versehen, jedoch kommen auch rockähnliche Klänge vor. Alice singt von aussichtslosen Wegen (“… Wir gehen drauf, denn am Ende bleibt nicht viel – ohne Aussicht, das Ziel ist doch das Ziel …”), von einem unbesiegbaren “Held” und einer “Stillen Nacht”.
Ein sehr gefühlsvolles Lied ist “Spurlos“, welches um einen tragischen Abschied handelt (“… Du sagst nur: In ein paar Jahren hast du das alles spurlos verwunden, spurlos verwunden …”). Die dazu ruhigen Klavierklänge machen das Lied zu einer wundervollen Ballade. Gleichzeitig ist es mit knapp 7 Minuten das längste Lied auf dem Album.
Alles andere als ruhig dagegen ist “Point Of No Return”, welcher schon als Promotrack vor dem Albumrelease online auf Alice’s Website zum Anhören war. Dieser Song ist deutlich in Richtung Rock einzuordnen, wunderbare Gitarren- und Schlagzeugklänge im Hintergrund begeistern.
Ebenfalls begeistert bin ich von “Rastlos” und “Schattentag”, zwei Songs die ähnlich wie “Point Of No Return” direkt ins Bein gehen.
Die Songs “Search For Treasur Island” und “Tux Racer” bestehen beide nur aus einer Melodie, letzterer Titel ist wegen der ähnlichen Klänge an das gleichnamige Opensource-Spiel angelehnt.
Die Künstlerin
Alice Hive, mit wirklichem Namen Anna Eichenauer, habe ich Anfang des Jahres erstmals über Twitter bemerkt. In Ihrem Blog berichtet sie immer wieder über Themen die sie bewegen und selbstverständlich auch über den Stand des Albums.
Seit über 10 Jahren komponiert sie eigene Lieder, mit 15 Jahren entstand ihr allererste Song. Mit ihren heute gerade mal 21 Jahren hat sie ein Album herausgebracht, das sich sehen lassen kann und mit dem sie sicherlich recht zufrieden ist. In der knapp einjährigen Vorbereitung des Albums betonte sie immer wieder, dass es ihr wichtig ist, dass sie das Album erst herausbringt wenn alles so ist, wie sie es haben möchte. Die Wartezeit hat sich gelohnt.
Der Preis
Das Album gibt es kostenlos als Download zum “Name Your Own Price”-Modell. Das heißt: Wer möchte, kann einen seiner Meinung angemessenen Beitrag beim Download angeben und diesen über PayPal bezahlen. Somit kann jeder selbst bestimmen, wie viel er für das Album bezahlen möchte – oder ob er garnichts bezahlen möchte.
Ich persönlich finde dieses Modell gut: So kann man sich erstmal das Album herunterladen und alle Songs in Ruhe anhören und hinterher einen passenden Preis an die Künstlerin zahlen – denn Alice hat auch einen Spendenbutton auf ihrer Website, auf der man jederzeit auch ohne Download spenden kann.
Eine gepresste Version des Albums auf CD ist auch schon angekündigt, hängt aber von den Einnahmen der Downloadversion ab.
Eine Verbreitung ist nur mit der Erlaubnis von Alice erlaubt, an dieser Stelle hätte ich mir lieber eine CC-Lizenz gewünscht, damit die Verbreitung (und Bekanntmachung) etwas einfacher wäre. Vielleicht kommt das ja in zukünftigen Veröffentlichungen.
Fazit
Alice hat ein knappes Jahr am Album rumgewerkelt, heraus gekommen ist ein tolles Album, bei dem Anhänger der Elektro- und Rockmusik auf ihre Kosten kommen. Die Texte regen zum Nachdenken an.
Infos, Cover und Lyrics der Songs gibt es auf der Projektseite.
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