Januar
4

Bono von U2 macht sich Sorgen um die Filmindustrie:

Der unter dem Namen “Bono” als Sänger von U2 und Träger bunter Sonnenbrillen zu Weltruhm und einigem Vermögen gekommene Musiker warnt die Filmindustrie, ihr stehe das gleiche finstere Schicksal bevor, das die Musik- und Zeitungsbranche ereilt habe.

Furchtbar! :o

Alles in allem hat Bono da ziemlichen Bullshit geschrieben (leider, weil eigentlich mag ich U2), so zum Beispiel:
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November
26

“Ja ist denn heut’ schon Weihnachten?” – Nein, das dauert noch ‘nen knappen Monat. Trotzdem habe ich außer dem Twitter-Kalender noch was kostenloses gefunden: Ein Remix-Album von Lily Allen.

Ja, genau: DIE Lily Allen, die einen Hype um Urheberrechtsverletzungen wegen “Raubkopien” gemacht hat, obwohl sie selbst Urheberrechtsverletzungen begangen hat, indem sie fremde Beiträge per Copy&Paste ohne Quellenangabe in ihren Blog kopiert hatte.

lilyallenremixed_coverDas Remix-Album gibt es auf lilyallenremixed.com: 12 Tracks, bereitstehend als Direktdownload, Torrent und auf ein paar Filehostern verteilt (wobei von den bekannteren lediglich MegaUpload dabei ist).

Obendrein kann man, wenn man dem Twitter-Account folgt und einen vorgegebenen Tweettext twittert, das Remix-Album auf CD gewinnen.

Und das alles vollkommen legal – viel Spaß! :)

(via low-brainer.blogspot.com / Cover: lilyallenremixed.com)

September
26

2009-09-26_steinigirl

Kennt ihr schon das “Steini-Girl”? Das ist einfach eine Kopie von dem “Obama-Girl”. Nur für Deutschland halt. Weil ihr wisst ja: Der Internetwahlkampf aus den USA muss unbedingt kopiert werden, schließlich muss das in Deutschland ja auch funktionieren!!11einself

Zurück zum “Steini-Girl”: Ein wenig skuril und eklig, wenn man bedenkt, dass eine 22jährige Studentin den 53jährigen Politiker Franz-Walter Steinmeier anhimmelt (das “Obama-Girl” war eine 26jährige Moderatorin, Obama 47 Jahre – zugegeben, nicht gerade viel besser, aber bei dem “Steini-Girl” fällt es mehr auf). Obendrein kann die deutsche Politikervernatikerin nichtmal ordentlich singen. Man kann halt doch nicht alles kopieren.

Achja, zu erwähnen sei noch, dass die SPD sich von der Steini-Girl-Aktion distanziert hat (so wie Obama damals auch, wenn wir schon beim Vergleichen sind). Macht die Sache aber auch nicht viel besser, PR-Kampagne bleibt PR-Kampagne. Und diese hier ist verdammt schlecht, egal für was und von wem sie gemacht ist. ;)

September
12

Alice Hive, eine junge Künstlerin aus Bamberg, hat ihr erstes Album veröffentlicht. Wayne hat sich das Album mal angehört. (Springe zu: Kurzinfos / Das Album / Die Künstlerin / Der Preis / Fazit)

2009-08-24_alicehive_spurlos_coverKurzinfos:

Titel: Spurlos
Interpret/in: Alice Hive
Genre: Deutsch/Elektro/Rock/Pop
Label: Keines
Veröffentlichung: 11. August 2009
Preis: “Name Your Own Price“, siehe unten
Website: www.alicehive.de

Das Album

Alle Songs sind überwiegend mit Elektroklängen versehen, jedoch kommen auch rockähnliche Klänge vor. Alice singt von aussichtslosen Wegen (“… Wir gehen drauf, denn am Ende bleibt nicht viel – ohne Aussicht, das Ziel ist doch das Ziel …”), von einem unbesiegbaren “Held” und einer “Stillen Nacht”.

Ein sehr gefühlsvolles Lied ist “Spurlos“, welches um einen tragischen Abschied handelt (“… Du sagst nur: In ein paar Jahren hast du das alles spurlos verwunden, spurlos verwunden …”). Die dazu ruhigen Klavierklänge machen das Lied zu einer wundervollen Ballade. Gleichzeitig ist es mit knapp 7 Minuten das längste Lied auf dem Album.

Alles andere als ruhig dagegen ist “Point Of No Return”, welcher schon als Promotrack vor dem Albumrelease online auf  Alice’s Website zum Anhören war. Dieser Song ist deutlich in Richtung Rock einzuordnen, wunderbare Gitarren- und Schlagzeugklänge im Hintergrund begeistern.

Ebenfalls begeistert bin ich von “Rastlos” und “Schattentag”, zwei Songs die ähnlich wie “Point Of No Return” direkt ins Bein gehen.

Die Songs “Search For Treasur Island” und “Tux Racer” bestehen beide nur aus einer Melodie, letzterer Titel ist wegen der ähnlichen Klänge an das gleichnamige Opensource-Spiel angelehnt.

Die Künstlerin

Alice Hive, mit wirklichem Namen Anna Eichenauer, habe ich Anfang des Jahres erstmals über Twitter bemerkt. In Ihrem Blog berichtet sie immer wieder über Themen die sie bewegen und selbstverständlich auch über den Stand des Albums.

Seit über 10 Jahren komponiert sie eigene Lieder, mit 15 Jahren entstand ihr allererste Song. Mit ihren heute gerade mal 21 Jahren hat sie ein Album herausgebracht, das sich sehen lassen kann und mit dem sie sicherlich recht zufrieden ist. In der knapp einjährigen Vorbereitung des Albums betonte sie immer wieder, dass es ihr wichtig ist, dass sie das Album erst herausbringt wenn alles so ist, wie sie es haben möchte. Die Wartezeit hat sich gelohnt.

Der Preis

Das Album gibt es kostenlos als Download zum “Name Your Own Price”-Modell. Das heißt: Wer möchte, kann einen seiner Meinung angemessenen Beitrag beim Download angeben und diesen über PayPal bezahlen. Somit kann jeder selbst bestimmen, wie viel er für das Album bezahlen möchte – oder ob er garnichts bezahlen möchte.

Ich persönlich finde dieses Modell gut: So kann man sich erstmal das Album herunterladen und alle Songs in Ruhe anhören und hinterher einen passenden Preis an die Künstlerin zahlen – denn Alice hat auch einen Spendenbutton auf ihrer Website, auf der man jederzeit auch ohne Download spenden kann. ;)

Eine gepresste Version des Albums auf CD ist auch schon angekündigt, hängt aber von den Einnahmen der Downloadversion ab.

Eine Verbreitung ist nur mit der Erlaubnis von Alice erlaubt, an dieser Stelle hätte ich mir lieber eine CC-Lizenz gewünscht, damit die Verbreitung (und Bekanntmachung) etwas einfacher wäre. Vielleicht kommt das ja in zukünftigen Veröffentlichungen. :)

Fazit

Alice hat ein knappes Jahr am Album rumgewerkelt, heraus gekommen ist ein tolles Album, bei dem Anhänger der Elektro- und Rockmusik auf ihre Kosten kommen. Die Texte regen zum Nachdenken an.

Infos, Cover und Lyrics der Songs gibt es auf der Projektseite.

September
4

Erinnert ihr euch noch an die Story von letzter Woche, wo ein “Iron Maiden”-Fan eine Abmahnung bekommen hatte, weil er eine gekaufte CD über eBay verkaufen wollte?

Nun, wie sich herausstellt scheint es sich dabei um ein Bootleg zu handeln. Der Fan beteuert, er habe die CD gekauft – und siehe da:

Die nachgeschobene Darstellung des Anwalts suggeriert jedoch, dass für den Anbieter beim Kauf des Tonträgers erkennbar gewesen sei, dass sich dieser aus rechtlichen Gründen nicht zum Wiederverkauf eignen könnte. Doch war die CD auch schon Mitte der 1990er, als sie der Abgemahnte kaufte, ein “Bootleg”? Und wenn ja, warum durfte sie dann in deutschen Elektrogroßmärkten legal verkauft werden?

Dass sie in den 1990er Jahren “in größeren Stückzahlen” verkauft wurde, gab der abmahnende Anwalt unter anderem in einem Leserbrief an das Rock Hard zu.

2009-09-04_iron_maiden_sammlung_schrott_telepolisWie dem auch sei, dieser Fan hat nun am vergangenen Wochenende mal eben seine komplette Iron Maiden-Sammlung zerstört und diese zum Abmahnanwalt, der Kanzlei Sasse & Partner, nach Hamburg geschickt. Warum?

“Um sicher zu stellen, dass sich unter den vermeintlich originalen CDs nicht wieder ein Bootleg befindet.”

Schließlich hatte Abmahnanwalt Schlegel zuvor in den Medien betont:

“Wer sicher gehen will, nichts illegales zu verkaufen, sollte im Zweifelsfall einfach gar keine alten Iron-Maiden-Produkte verkaufen.”

Außerdem bezahlte er die geforderte Gebühr von 100 €, dessen Betrag er ebenfalls auch an die Piratenpartei als Spende überwies, da er im Abmahnwesen “dringenden Handlungsbedarf und wenig Bewegung bei den etablierten Parteien” sieht.

(via musik.klarmachen-zum-aendern.de / Bild: Telepolis)