Der Datenschutzskandal der VZ-Netzwerke ist ja schon allerhand. Aber das, was ich neulich im SchülerVZ gesehen habe, übertrifft das ganze nochmal:
Hier hat also ein Abschlussschüler einer Realschule aus Essen seine MSN-Emailadresse als Namen verwendet. “Ist doch nicht schlimm“, werden sicherlich einige jetzt sagen. Nein, ist es nicht – zumindest nicht für Spammer, die eine potenzielle neue Spam-Emailadresse finden. Und das sogar ohne denjenigen als “Freund” zu adden – super.
Ein Test hat gezeigt, dass es noch viele weitere User mit Mailadressen (von verschiedenen Email-Anbietern) als Namen gibt. Wie es da bei StudiVZ und MeinVZ aussieht, weiß ich nicht, jedoch denke ich dass es auch dort User mit Emailadressen als Namen gibt.
Mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie leichtsinnig einge Leute mit ihren Daten umgehen.
Auf der anderen Seite könnte man den VZ-Netzwerken jedoch auch vorwerfen, sie würden nicht genug Sicherheit bieten. Beispielsweise kann man verbieten, dass ein @-Zeichen im Namensfeld eingegeben werden kann. Somit könnte man die Anzahl schonmal veringern.
Doch letztendlich ist es natürlich der User selbst, der die Daten eingibt.
Achja:
Ich habe an 29 solcher User eine Email geschickt, in der ich sie darauf hinweise, dass jeder ihre Emailadresse sehen und zu Spamzwecken missbrauchen könnte. Diese Emailadressen habe ich nach dem Versenden jedoch wieder gelöscht. Außerdem habe ich von dem Screenshot oben weder die Profil-URL, noch den original-Screenshot wo die Daten drauf sind.
Ich bin einfach mal auf die Reaktionen gespannt, ob den Leuten es wirklich egal ist, dass jeder an ihre Emailadressen herankommt.
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