Dezember
23

PEARL präsentiert ein Lesegerät für SD-Karten und USB-Sticks und siehe da bei 00:24 Min.:

pearl_raubkopie2

Zikke merkt dazu an:

Als der nette Mann diesen auvisio TV-Mediaplayer vorstellte und dabei die Menüführung Präsentierte sprang mir eine AVI Datei ins Auge. Es handelt sich um die Datei NTG-SAINT_X.AVI. Dabei handelt es sich wohl um das Release Saint.Jacques.Pilgern.auf.Franzoesisch.DVDRiP.MD.German.XViD-NTG.

Na, dann dürfte einer Hausdurchsuchung bei PEARL ja wohl nichts mehr im Wege stehen. ;)

Ach, und wenn ihr eh schon neugierig bei PEARL guckt, könnt ihr euch auch gleich mal den Katalog als PDF runterladen – ist ja “nur” 209 MB groß (hahahaha, da sind richtige Profis am Werk *hust* :D ).

November
9

pirat_gemeinfrei_wiki_200pxDer Torrentfreak berichtet, dass die dänische Antipiraterie-Gruppe aufgibt. Schuld daran ist, dass die Antipiraterie-Gruppe zwar Filesharer ermitteln konnte und diese vor Gericht brachte, jedoch die Beweise für eine Verurteilung nicht ausreichten.

Von vier Prozessen in diesem Jahr wurden 3 Angeklagte wegen mangelnden Beweisen freigesprochen, der vierte wurde nur deshalb verurteilt weil er seine Schuld eingestanden hatte.

Wie ist das möglich?

Anders als in Deutschland betrachten die dänischen Gerichte eine IP-Adresse als mangelnden Beweis. Diese führt nämlich nur zum Anschlussinhaber und nicht immer zwangsweise auch zum Täter.

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November
3

piratenpartei_aaron_koenigAaron Koenig, Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei, kriegt derzeit einiges an Kritik wegen seinen politischen Postings in seinem Blog. Dazu habe ich bislang nichts gesagt, aber dank Sascha Lobo via Twitter sag ich jetzt mal was zu dem Bauchladenposting:

Aaron, es ist nicht dein Ernst, dass du im Bundesvorstand einer Partei bist, die für freie Lizenzen (z.B. Creative Commons) und ein neues Urheberrecht kämpft aber gleichzeit das Urheberrecht verletzt, indem du ein gegoogeltes Bild in deinem Blog postest, ohne einen Quellhinweis und ohne dafür Nutzungsrechte zu haben?!?!

Ich bin sehr enttäuscht, denn solche Sachen tragen dazu bei, dass Piraten-Gegner mit dem Argument “Ach, die verstoßen ja eh alle gegen das Urheberrecht und wollen alles kostenlos im Internet” ein Stückweit recht haben.

Wie wäre es mit diesem Bild beispielsweise, Aaron? Steht sogar unter CC-Lizenz dass du es bearbeiten darfst, kommerziell ist dein Blog auch nicht – also passt die Lizenz doch super. Und es hat mich weniger als 2 Minuten gekostet, auf Flickr.com zu gehen, bei erweiterter SucheNur in Inhalten mit einer Creative Commons-Lizenz suchen” anzuklicken und den Suchbegriff einzugeben. Ist Google da schneller, Aaron?

Der geneigte Wayne-Leser wird nun sagen: Warum regst du dich auf, das machst du ja auch. Richtig, allerdings nur wenn ich kein Alternativbild finde. Außerdem gebe ich immer die Quelle des Bildes am Beitragsende an und vielfach sind die Bilder aus dem dazugehörigen Pressebeitrag entnommen – beides ist bei Aaron nicht der Fall.

Vorallem aber – und das ist der springende Punkt – bin ich nicht im Bundesvorstand der Piratenpartei. Denn gerade diese Mitglieder der Piratenpartei werden natürlich genauer angeschaut – man sehe den Aufschrei bei den Interviews von Andreas Popp und Jens Seipenbusch bei der Jungen Freiheit.

Google nehmen und einfach Bilder kopieren – Aaron, also so geht das nun wirklich nicht.

(Bild: Blogger.com-Profil)

UPDATE (04.11.09 / 19:24):

Aaron hat sich bedankt und das Bild geändert. Klasse! Ich hoffe du versuchst auch in Zukunft lieber Fotos mit passender Lizenz zu suchen. ;)

Oktober
14

Ein sehr interessantes Dokument gibt es da bei Wikileaks: “DigiRights Solutions Praesentation zur Gewinnverbesserung durch Abmahnungverfahren“.

Dort wird z.B. auf Seite 13 gezeigt, welche P2P-Dienste von DigiRightsSolutions überwacht werden:

2009-10-14_drs_p2p

Auf Seite 27 findet sich dann der schon in anderen Blogs (z.B. Lawblog) thematisierte Vergleich:

Der Ertrag bei erfassten und bezahlten illegalen Downloads ist das 150 fache! Das bedeutet: Wenn 1.250 Rechtsverletzer erfasst werden, die zahlen, müssten zur Erwirtschaftung des entsprechenden Ertrages 150.000 Downloads legal verkauft werden

Das, was wir uns schon seit langem denken, nämlich dass die Contentindustrie nur aufs Abmahnen aus ist, haben wir nun schwarz auf weiß.

Nebenbei: Lustig, dass sich Gulli bei Netzpolitik beschwert (3. Kommentar). Denn mit ihrem “achso tollen” Artikel haben sie nur bewirkt, dass das Dokument vom Ursprungsort offline genommen wurde und Gulli hat keinen Mirror bereitgestellt. Ohne diesen Leak gäbe es also keinerlei Beweise für den “achso tollen” Gulli-Artikel. Da sollte man eher kleine Brötchen backen. ;)

(Falls Wikileaks nachher down sein sollte: Hier ein Mirror auf RapidShare.)

September
4

Erinnert ihr euch noch an die Story von letzter Woche, wo ein “Iron Maiden”-Fan eine Abmahnung bekommen hatte, weil er eine gekaufte CD über eBay verkaufen wollte?

Nun, wie sich herausstellt scheint es sich dabei um ein Bootleg zu handeln. Der Fan beteuert, er habe die CD gekauft – und siehe da:

Die nachgeschobene Darstellung des Anwalts suggeriert jedoch, dass für den Anbieter beim Kauf des Tonträgers erkennbar gewesen sei, dass sich dieser aus rechtlichen Gründen nicht zum Wiederverkauf eignen könnte. Doch war die CD auch schon Mitte der 1990er, als sie der Abgemahnte kaufte, ein “Bootleg”? Und wenn ja, warum durfte sie dann in deutschen Elektrogroßmärkten legal verkauft werden?

Dass sie in den 1990er Jahren “in größeren Stückzahlen” verkauft wurde, gab der abmahnende Anwalt unter anderem in einem Leserbrief an das Rock Hard zu.

2009-09-04_iron_maiden_sammlung_schrott_telepolisWie dem auch sei, dieser Fan hat nun am vergangenen Wochenende mal eben seine komplette Iron Maiden-Sammlung zerstört und diese zum Abmahnanwalt, der Kanzlei Sasse & Partner, nach Hamburg geschickt. Warum?

“Um sicher zu stellen, dass sich unter den vermeintlich originalen CDs nicht wieder ein Bootleg befindet.”

Schließlich hatte Abmahnanwalt Schlegel zuvor in den Medien betont:

“Wer sicher gehen will, nichts illegales zu verkaufen, sollte im Zweifelsfall einfach gar keine alten Iron-Maiden-Produkte verkaufen.”

Außerdem bezahlte er die geforderte Gebühr von 100 €, dessen Betrag er ebenfalls auch an die Piratenpartei als Spende überwies, da er im Abmahnwesen “dringenden Handlungsbedarf und wenig Bewegung bei den etablierten Parteien” sieht.

(via musik.klarmachen-zum-aendern.de / Bild: Telepolis)