März
7

Es gibt neues an der Front der Contentmafia. Diesmal hat sich RTL-Geschäftsführer Gerhard Zeiler bei einem Treffen einiger Medienvertreter in einer Villa am Landtag zu Wort gemeldet:

Zeiler beschwor eine weitere Gefahr für das Privatfernsehen: den Download frei zugänglicher Sendungen. Diese Form der “Piraterie” gefährde Eigenproduktionen, die durch mindestens eine Wiederholung bei Werbetreibenden refinanziert werden müsse. Aus seiner Sicht folgerichtig sprach sich Zeiler für eine Verschlüssung von TV-Inhalten aus – auch um Urheberrechte zu schützen. Zeiler prophezeite: “Sportveranstaltungen wird es bald nur noch verschlüsselt geben.” Andernfalls drohe dem Privatfernsehen dasselbe Schicksal der von Umsatzschwund gebeutelten Musikindustrie. Um dieses Schicksal zu vermeiden, müsse der Gesetzgeber die Internet-Provider in die Pflicht nehmen.

Übersetzt: Livestreams und Podcasts von Fernseh-Sendungen sind furchtbar, weil das kann man ja alles downloaden! :o Wahrscheinlich hasst Zeiler auch Videorecorder, mit denen kann man das ja schließlich auch.

Aber er hat auch direkt schönen Gegenwind bekommen:

Der scheidende Chef der Landesmedienanstalt NRW, Norbert Schneider, meinte zu Zeiler launig: “Sie wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen und die Zuschauer zu Schäfchen machen.”

Besonders lustig finde ich ja, dass RTL sich da eigentlich garkeine Sorgen machen müsste. Das schlechte Programm von denen will sich ohnehin niemand downloaden – Tine Wittler und Inka Bause will ich nicht wirklich auf meiner Festplatte haben, das käme je schon einem Virus gleich.

UPDATE: Rhodan hat mich grad dran erinnert, dass RTL mit RTLnow ja auch selbst einige Sendungen (teilweise begrenzt) kostenlos streamt und es gibt dort auch einen “DSDS”-Livestream. Insofern hat sich Zeiler also auch gegen das eigene On-Demand-Angebot ausgesprochen. Fail auf ganzer Linie.

März
3

Das aus dem Hause Springer immer wieder nur Dreck kommt, hat die Berliner Morgenpost ja erst gerade mal wieder bewiesen – mit der Unterstellung, dass der CCC direkt oder indirekt für den BND arbeiten würde (HAHA als ob … schön wäre es, wenn die Bundesregierung auch nur ansatzweise mal auf den CCC hören würde!).

Doch die BLÖD schießt den Vogel mal wieder ab: “Nach dem Karlsruher Daten-Urteil: Das BKA schlägt Terror-Alarm“.

Lustig dabei der Absatz, den man dank Fettschrift kaum verfehlen kann:

Mit der Urteil gehe der Polizei ein sehr wichtiges Instrumentarium zur Aufklärung von schweren Verbrechen und zur Gefahrenabwehr verloren. In der „Braunschweiger Zeitung“ verwies Freiberg darauf, dass die Telefonverbindungsdaten etwa bei den Ermittlungen gegen die terroristische „Sauerland-Gruppe“ eine wichtige Rolle gespielt hätten.

Die Sauerland-Gruppe wird als Vorzeigemodell dargestellt. Dumm nur, dass die Sauerland-Gruppe nur noch zum Teil Terroristen sind und es daher schon sehr billig ist, die als Beispiel überhaupt zu nennen (außerdem heißt es Mit deM Urteil, liebe BLÖD-Redakteure).

Interessant ist aber der Anfang des darunter stehenden Absatzes:

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) schlug ebenfalls Alarm. In zwei von drei Fällen sei die Polizei bei ihren Ermittlungen inzwischen auf Vorratsdaten angewiesen. „Tendenz deutlich steigend“, sagte BDK-Chef Klaus Jansen.

Selbstverständnis kein Wort, in wie vielen Fällen durch Vorratsdaten die Straftat auch hinterher zu einer Verurteilung führt. Und offen bleibt natürlich, ob die Kundendaten beim Provider für diese Ermittlungen nicht schon ausreichen würden.

Februar
10

Welch Überraschung: “Noch kein großer Erfolg“.

Genau genommen gibt es innerhalb der ersten 5 Wochen gerade mal 1000 Bezahl-Abos für den Paid-Content-Bereich beim Springer-Verlag von “Berliner Morgenpost” und “Hamburger Abendblatt”, das wären ca. 95.400 Euro im Jahr. Da wirft selbst die gedruckte BLÖD noch mehr Geld ab. Aber nunja, wenn man die Artikel per Google immernoch ansteuern kann, wundert das kaum.

Auch die kostenpflichtigen iPhone-Apps von BLÖD und ZEIT werden mit 2,5 bzw. 2 Sternen von 5 Sternen eher mies bewertet – wen wundert’s, denn nach dem Einstiegspreis kosten die Apps erheblich mehr pro Monat.

Das war dann schonmal Fail Nr. 1 vom Paid Content. Mal sehen, was die Verlage als nächstes machen.

Januar
23

Heute mal ein Suchbild. Frage: Was passt nicht?

Tipp: Die Bildunterschrift ist nicht umsonst mit auf dem Screenshot… ;)

google_streetview_suchbild_nwnews

Hier gehts zur Lösung

(Screenshot: nw-news.de / via @SamuelBrack, thx!)

Januar
14

Die Busen-Studie

Posted In: Fun, Medien by Wayne

Falls ihr mal eine Ausrede braucht, weshalb ihr bei den Frauen nicht in die Augen guckt oder euch auf YouP0rn rumtreibt: “Busen anschauen ist gesund“. Demnach fördern 10 Minuten Brüstegucken am Tag einen niedrigeren Blutdruck und man(n) kriegt weniger Herzerkrankungen.

Leider ist es eine Ente, die aber immerhin schon jahrelang von den Medien verbreitet wird. :D

(P.S.: Das mit der Ausrede – Hey man kann’s doch mal versuchen? ;) :D )